BUDGET

Was kostet die Welt?

Welchen Beruf muss man denn haben, um eine Weltreise finanzieren zu können? Diese Frage hören wir oft. Sie ist aber nicht einfach in einem Satz zu beantworten. Wir wünschen uns seit über 10 Jahren in die große, weite Welt. Seitdem ist auf unserem Sparkonto der ein oder andere Euro dafür hängen geblieben. Reisen gehört zu unserem Leben und dafür stecken wir bei anderen Dingen gern zurück. Unser 23 Jahre altes Auto ließ uns noch nie im Stich. Wir machen es uns in günstigen Mietwohnungen gemütlich und kaufen gesunde Lebensmittel (zum selber kochen) im Billigdiscounter. Kino, Restaurant, Theater oder Cocktailbar genießen wir alle paar Monate mal. Wir sparten für unseren Traum. Andere träumen von Haus und Garten, wir stecken die Anzahlung fürs Eigenheim ins Reisen und werden dadurch auch noch reicher - an Erfahrungen, Bekanntschaften und gemeinsame Familienzeit.

Aber nun zu eurer Frage. Unsere beruflichen Wurzel liegen im Film- und Fernsehgeschäft. Beide dienten wir mal in der Bundeswehr und arbeiteten vor unserer Reise als Inhaber einer Filmproduktion, bzw. Personaltrainer und Mama in Elternzeit. Die Filmproduktion blieb während der Reise "ruhend" bestehen und wird nun wieder zum Leben erweckt. Die weibliche Seite bastelt an Trainings- und Ernährungskonzepten, hält "Familienzeit (Welt)reisen" mit neuen Ideen am Laufen und führt bis zum Kita- und Schulbeginn die Elternzeit fort. 

Unsere Weltreise kostete für uns deutlich mehr als eingeplant und sorgte für viel Zündstoff unterwegs und "beinah Herzinfarkten". Alle Angaben beziehen sich auf eine vierköpfige Familie. Persönliche Dinge, wie Geburtstagsgeschenke oder Mitbringsel für unsere Familien führen wir nicht auf. Die folgenden Kosten beinhalten alles, was mit unserer Weltreise zu tun hat, auch Dokumente u.ä.

Wir führen nur die Impfungen auf, die uns noch fehlten und die wir bis zur Entscheidung "jetzt machen wir eine Weltreise" noch nicht hatten. Wir wohnten zu 80% in Hostels oder günstigen Hotels inkl. Frühstück und aßen immer auf Märkten, einheimischen Restaurants oder kauften im Supermarkt ein. Meist schliefen wir zu viert in einem Doppelbett.  Wir lebten sehr sparsam, aber gönnten uns als Familie dennoch mehr Komfort, als damals, als kinderloses Paar. Hinzu kommt, dass selbst Kinder oft einen eigenen Sitzplatz bezahlen müssen oder wir hin und wieder private Autos den stundenlangen (oft auch gefährlichen) Busreisen vorzogen. Die größten Kostentreiber waren die Mongolei-Tour (3.600,00 €), unser Auto in Australien (3.000,00 €) und der Campervan in Neuseeland (7.850,00 €). 

Ausgaben im Überblick

 

Vorab eine kurze Übersicht aller bereisten

Länder inklusive Gesamt- und Tagesausgaben

unterwegs, ohne die Vorbereitungskosten,

die wir schon in Deutschland hatten. Als Vergleich:

Ein Jahr in Deutschland hätte uns bei

unveränderter Arbeits-, Wohn- und Lebenssituation

ca. 40.600,00 € gekostet - ohne Urlaube.

Und hier seht ihr alle Kosten nochmal aufgeschlüsselt, inklusive aller Vorbereitungen, wie z.B. Impfungen. Was wir nicht in Zahlen ausdrücken können, ist die Vorbereitungszeit, die von der konkreten Idee bis zur Abreise 1,5 Jahre betrug. Hier verbrachten wir viele, viele Stunden mit Organisieren, von A nach B fahren, Dokumente hin und her schicken, telefonieren und recherchieren. Unsere Kosten in Deutschland setzten wir für dieses Jahr auf ein Minimum. Mit lediglich knapp 300,00 € im Monat hielten wir die wichtigsten Versicherungen am Laufen.


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